Pfarrer Martiš, Pfarrer Oehrlein und Bischof Voderholzer beim Pflanzen des Feigenbaums

Bischof Voderholzer pflanzt Feigenbaum im Pfarrgarten Kladrau/Kladruby

Senden Drucken

Bischof Voderholzer pflanzt Feigenbaum im Pfarrgarten Kladrau/Kladruby

Wie schon etliche Jahre, so war auch 2020 - dank wieder offener Grenzen nach dem Corona-Stop - Bischof Voderholzer aus Regensburg Mitte August nach Böhmen gereist. Am Sonntag, 16.9. feierte er den Maria-Himmelfahrts-Gottesdienst in der ehemaligen Klosterkirche Kladrau/Kladruby - der Heimat seiner Mutter.
Nach Mittagessen und Friedhofsgang traf man sich auf Einladung des zuständigen Pfarrers Miroslav Martiš im Pfarrhof zu Kaffee und Kuchen.
Doch die Begegnung dort startete diesmal mit einem besonderen Ereignis. In Absprache mit Pfr. Martiš hatte Pfr. Klaus Oehrlein (Ackermann-Gemeinde Würzburg) ein spezielles „Geschenk“ mitgebracht. Dazu erläuterte er dessen Symbolik:
der weltweit zu beobachtende Klimawandel ist seit vielen Jahren auch in unsren Breiten spürbar. Zunächst fallen die negativen Begleitumstände auf: zu wenig Regen und Schneefall und mancherorts zu viel, unsere Wälder im Dauerstress durch Trockenheit und Borkenkäfer. Aber auch positive Veränderungen lassen sich finden: So wachsen mittlerweile Palmen am Bodensee und Feigenbäume nicht nur im fränkischen Weinland, sondern selbst im rauhen Pfraumberg und Winterberg im Böhmerwald. Daher soll nun solch ein Feigenbaum aus Franken ebenso in Kladrau/Kladruby wachsen - als Symbol für einen doppelten „Klimawandel“: dass nämlich gottseidank in den vergangenen 30 Jahren beiderseits der Grenze das „Klima“ bei vielen Menschen sich so positiv verändert hat. Man geht aufeinander zu, die Leute pendeln zur Arbeit vom einen ins andere Land, Freundschaften und Partnerschaften sind entstanden und entwickeln sich weiter.
So ergriff Bischof Voderholzer den Feigenbaum-Setzling und ging mit weißen Lederhandschuhen, Spaten und Gießkanne daran, den Baum im Pfarrgarten an sonniger Stelle einzupflanzen. Pfr. Martiš und Pfr. Oehrlein assistierten ihm - begleitet von den aufmerksamen Blicken und Kameras der tschechischen und deutschen Gäste. Der Bischof wünschte dem Baum gleiches Gedeihen und bald viele Früchte - so wie sich Austausch und Zusammenarbeit so fruchtbar zwischen den Menschen in Böhmen und Bayern entwickelt haben.

Klaus Oehrlein