die Teilnehmer der Jahrestagung

Jahrestagung und Mitgliederversammlung

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Im Haus Johannesthal bei Windischeschenbach fand die diesjährige Jahrestagung und Mitgliederversammlung des Sudetendeutschen Priesterwerks statt. Die Mitgliederversammlung wurde am Montagvormittag durchgeführt. Vorsitzender Holger Kruschina berichtete von den Veranstaltungen des letzten Jahres, wie der Jahrestagung, dem deutsch-tschechischen Priestertreffen, der Urlaubswoche für tschechische Priester und den Exerzitien. Diese Veranstaltungen werden auch in diesem Jahr wieder durchgeführt. Er selbst vertrat das Sudetendeutsche Priesterwerk in der Sudetendeutschen Bundesversammlung, beim Sudetendeutschen Tag in Regensburg und zelebrierte den Gedenkgottesdienst zur Ankunft des ersten Vertriebenentransports vor 80 Jahren in Furth im Wald.
Die „Mitteilungen“ sind ein wichtiges Organ, das für die Verbindung zu den Mitgliedern, Freunden und Gönnern sorgt.
Am Nachmittag berichtete Holger Kruschina von seiner Teilnahme als Delegierter des Bistums Regensburg an einer Konferenz der Weltsynode in Rom. Es war für ihn sehr beeindruckend, mit etwa 2.000 Teilnehmern aus der ganzen Welt Erfahrungen auszutauschen und Fragen des kirchlichen Lebens zu erörtern, sowie gemeinsam zu beten und Gottesdienst zu feiern. Nach der Methode der Synode sprachen wir dann in einem „Gespräch im Heiligen Geist“ über Themen des priesterlichen Lebens, bei dem sehr persönliche Erfahrungen zum Ausdruck kamen.
Nach den gemeinsam gebeten Laudes und dem Frühstück widmete sich die Versammlung am Dienstagvormittag den unterschiedlichen Zugängen zur Liturgie im Westen und im Osten. Während durch die liturgische Bewegung der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und dem gesellschaftlichen Aufbruch in Westdeutschland auch der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils der Weg geebnet worden war, hatte der Osten im Kommunismus ganz andere Probleme. Hier galt es den Glauben zu bewahren und durchzutragen, nicht ihn liturgisch neu zu buchstabieren. Es folgte ein reger Austausch, der nicht nur Geschichte, sondern Auswirkungen auf die Gegenwart im Blick hatte. Vor dem Mittagessen feierte die Gemeinschaft noch die Heilige Messe und am Nachmittag stand dann ein Ausflug ins nahe Marktredwitz auf dem Programm. Das Egerländer Kulturhaus und das Museum luden zu einem Besuch ein. Die dortige Ausstellung beeindruckte durch ein breites Zeugnis der Jahrhundertelangen Kultur genauso wie durch die Dokumentation der Vertreibung. Nach der Rückkehr ins Tagungshaus schloss die Jahrestagung des SPW mit der Vesper und dem Abendessen.
Auch wenn die Runde klein war, so wurden doch wichtige Dinge besprochen, interessante Formate erörtert. Und die Tisch- und Abendgespräche ergänzten die guten und intensiven Tage der Begegnung. Auch in 2027 wird das Ziel wieder das gastliche Haus Johannisthal sein, dann vom 7. Bis 11. März.

Mathias Kotonski und Holger Kruschina