Vorwort des Vorsitzenden

Regionaldekan Holger Kruschina Vorsitzender des SPW

Vorwort des Vorsitzenden

Liebe Mitglieder und Freunde des Sudetendeutschen Priesterwerks,
das Jahr 2020 hatte - wie alle Jahre - Jubiläumsfeiern auf dem Programm. Jedoch geriet nicht nur Beethoven nun wegen Corona unter die Räder, auch das Gedenken an das Kriegsende vor 75 Jahren und den Beginn der Vertreibung der Sudetendeutschen oder die vielen kleinen Jubiläen und Feste von Vereinen und Institutionen, nicht zuletzt auch private Feiern waren davon betroffen. Wenn wir ein Jubiläum begehen, durchbrechen wir den Alltag, markieren Abschnitte unseres Lebens. Meist sind, je größer desto mehr, solche Feiern freilich mit viel Aufwand, ja Arbeit verbunden. Schon so mancher Feuerwehr-Festleiter brauchte nicht nur davor und während, sondern vor allem danach Urlaub.
Das Jubiläum als Begriff stammt aus dem Alten Testament, näherhin aus dem Buch Levitikus (Lev 25,8-55) Wer sich diese Wurzel bewusst macht, wird freilich staunen, dass ein Jobel-Jahr eigentlich ganz anders gedacht war. Gemein mit unseren Jubiläen hat das Jobel-Jahr die Unterbrechung des Alltags und das Auftreten „einmal in jeder Generation“. Es ist allerdings nicht von Aufwand die Rede, sondern von Innehalten. Für die Verteilung des Erbbesitzes im Volk Israel hieß es: Alles auf Anfang. Es soll Chancengleichheit, ja Gleichheit überhaupt für die Menschen wiederhergestellt werden. Zusammen mit den alle sieben Jahre siebenmal vorausgehenden Sabbatjahren sollte das dann auch für die ganze Schöpfung gelten: Durchschnaufen, Ausruhen, Einkehr halten. Die Erfahrung des Zusammenbruchs Israels und das Babylonische Exil werden in 2 Chr 36, 21 so gedeutet: Das Land bekam seine Sabbate ersetzt.
Niemand sollte Gott zu einem kleingeistigen Buchhalter herabwürdigen, aber die Idee von der Schöpfung und dem Platz des Menschen darin ist ein großer und komplexer Wurf. Selbstverständlich machen uns ein Jahr 2020 und in ihm Gottes Geist darauf aufmerksam, was und wer wir sind bzw. sein sollen. Vielleicht erinnert uns dieses Sabbatjahr daran, dass die ganze Erde Anspruch auf Erholung vom Menschen hat. Wenn wir nicht lernen, in Einklang mit Gottes Schöpfung zu leben, wird sich die Erde ihre Sabbate zurückholen.
Wir brauchen Corona für sein vielfach zerstörerisches Werk wirklich nicht „dankbar“ sein, noch weniger sollten wir uns mehr von diesen Ereignissen wünschen, nur um „wachgerüttelt“ zu werden. Die Chancen nutzen, die darin liegen, sollten wir freilich schon. 2020 ist auch das Jahr des Wortes Gottes und das „Laudato si“ Jahr.

Ihr
Pfarrer Holger Kruschina
Vorsitzender des SPW

Corona-Erfahrungen

Immer wieder lesen wir von den beeindruckenden pastoralen Initiativen der Mitbrüder vor 75 Jahren nach der Vertreibung. Große Teile der deutschen Gemeinden waren vertrieben, oftmals verstreut untergebracht. Auch den Pfarrern war es meist nicht anders ergangen. Teils kannten sie Ihre „Schäfchen“ schon seit Jahrzehnten, hatten Freud und Leid mit ihnen geteilt, kannten Familiengeschichten „von der Wiege bis zur Bahre“. Die Gemeinde in der Zerstreuung zu wissen, auch in der großen Verunsicherung muss vielen „Hirten“ im Herzen weh getan haben. Manche entwickelten ein unglaubliches Brief-Apostolat, erstellten Adresskarteien und brachten so Menschen wieder zusammen, die in dieser Situation nicht einmal die Kraft gehabt hatten, intensiv zu suchen. Daran musste ich mich erinnern – ohne einen echten Vergleich zu diesen Lebensleitungen ziehen zu können! – als ich heuer im Frühjahr von jetzt auf gleich meiner Gemeinde „beraubt“ war. Om Ostermontag habe ich auf diese ersten intensiven Wochen zurückgeschaut und einem Mitbruder einen Brief geschrieben, den ich hier als Erfahrungsbericht, in Auszügen und leicht ergänzt, anführen möchte:
Heute Morgen hätte ich mit Vokalensemble, so wie vor drei Jahren, die Domliturgie gestaltet, an den vergangenen beiden Ostermontagen waren wir unterwegs nach Israel bzw. nach Rom – heuer ist alles anders. Aber nicht automatisch alles schlechter. Auch mich hat der pastorale „Shutdown“ zunächst sehr getroffen. Aber dann gings auf. Es sind viele hoffnungsvolle Initiativen entstanden und vor allem gab es viele wunderbare Rückmeldungen. Von diesen möchte ich Ihnen ein wenig berichten. Vielleicht können Sie auch Kraft daraus schöpfen in der Leere, die uns gerade spürbar in den Kirchen begegnet.
Zunächst habe ich begonnen, über mein Pfarrbrief-Abo einen Newsletter zu installieren. Der Kreis der Bezieher hat sich seit dem 19. März von 280 auf 400 gesteigert – so viele Haushalte erreiche ich. Und zwar täglich! Neben Informationen, was jetzt eigentlich geht und geplant ist, haben wir von Anfang an Anleitung und Material zum Christsein daheim mitgeschickt. Schon der 4. Fastensonntag war dann auf der Homepage auch mitzufeiern. Zunächst haben der Kaplan und ich einen Hausgottesdienst zusammengestellt, seit Palmsonntag greife ich dankbar auf die Angebote des Bistums zurück. Ab dem ersten „geschlossenen“ Sonntag haben wir nach der Morgenmesse das Allerheiligste ausgesetzt und um 11.00 Uhr, wenn die letzte Messe zu Ende wäre, mit dem Segen beschlossen. Immer sind mehrere Leute in unserer großen Kirche da, verteilen sich brav und bleiben beim Eucharistischen Herrn.
Wir sind sonn- und werktags, da wir ja nun keine Requien feiern, „hinaus in die Pfarrei“ und zelebrieren in den vielen kleinen Kapellen in den Ortsteilen und Weilern (ich hab im Jahr normalerweise 15 Patrozinien). Die Leute hören die Glocke vor Ort und wissen: jetzt ist der HERR bei uns. Ich hab angewiesen, dass auch die Filialkirchen jetzt alle offen sind. Für eine hat eine Familie einen Kerzenständer geschmiedet! Die Kirchen leben auf durch Besuch und Gebet, die kleinen „Gemeinden“ vor Ort entwickeln ein neues „Wir-Gefühl“.
Immer schau ich auf neue Impulse und Versorgung: für die Kinder hab ich je 100 Bastelbögen vom AUE Verlag bestellt: Landkarte mit Aufstellern zur Passions-Geschichte und eine Kulisse mit Passion und Ostern. Pfarrbriefe, die nicht in der Kirche abgeholt werden, werden einfach von Ehrenamtlichen oder Ministranten ausgetragen. In einer Filiale hat sich die Zeitungsausträgerin angeboten! Vieleicht landen sie bei Uninteressierten in der Tonne – jedenfalls nicht in unserer. Aber vielleicht ist der Eine dabei, der sich über die Nachricht freut. Dann hat es sich gelohnt. Ausgelegt hab ich auch Rosenkränze, die ich jeden Abend selber bastle – alle weg! Den alleinstehenden über 70jährigen habe ich mit der Post einen Brief geschrieben: 320 Stück. Und jetzt sind die Brautleute dran, für die auch die ganze Planung zusammenbricht.
Als zehn Tage vor Ostern die Nachricht vom Generalvikariat und vom Staat kam, dass man mit einem überschaubaren Kreis von (erwachsenen) liturgischen Diensten feiern darf, habe ich mit der Polizei Kontakt aufgenommen und gesagt, wie ich Ostern plane: 2m Abstand etc. Als Maßstab habe ich die 15 angegeben, mit denen man gerade Beerdigung feiern darf. Es hieß: kein Problem, auch wenn es ein paar mehr sind. Gottseidank sind unter meinen 160 Minis auch 20 junge Erwachsene. Und auch ein Papa hat sich angeboten. Gottseidank feiere ich seit zehn Jahren schon die Vollform, also alle Lesungen – dafür braucht man dann natürlich auch acht Lektoren.
Nachdem die evangelischen Kollegen noch schlechter dran sind als wir, habe ich das Pfarrerehepaar eingeladen, bei uns mitzumachen. Ebenfalls mit der Polizei abgesprochen. Der Kollege hat am Karfreitag gepredigt, die Kollegin hat in der Osternacht die Osterkerze der evangelischen Gemeinde mitgebracht, die Schöpfungsgeschichte gelesen und am Ende mit mir den Segen gegeben.
Das Dritte, was ich mit der Polizei abgesprochen habe: Einkaufs- und Essenslieferung zu Hause geht, oder? Deshalb gab es die Möglichkeit, die Osterkommunion zu bekommen. Sieben unserer Kommunionhelfer, der Kaplan und ich sind zu fast 50 Haushalten gefahren: ein Tischchen vor der Tür, 2 m Abstand. Alle hatten mit Blumen und Kerzen festlich gedeckt, haben sich z.T. überschwänglich und unter Tränen bedankt. Und auch meine Kommunionhelfer waren tief bewegt über den Wert ihres Dienstes.
Lieber Mitbruder, nun, da Ostern „war“, wird es für unsere Leute noch schwieriger werden. Man hat sich zunächst an die neuen Sachen gewöhnt, dann hatte man ein Ziel vor Augen – wo es jetzt hingeht, ist ungewiss und wird unsere Begleitung der Menschen noch einmal mehr fordern. Ich bin schon fleißig am Überlegen, warte aber jetzt noch die nächsten Schritte ab, die sich hoffentlich im Laufe dieser Woche abzeichnen werden. In Roding haben wir das „Corona-Krankenhaus“ von den drei Häusern der Sana-Kliniken im Landkreis Cham. Gestern wurde die zweite Station eröffnet, weil die erste voll ist. Drei Krankensalbungen in „Vollmontur“ hab ich schon hinter mir.
Ich glaube, dass sich Vieles ändern wird. Manche „Gelegenheits-Kirchgänger“ werden nicht mehr kommen, weil sie’s derschmeckt haben, andere gute „Sonntagschristen“ aber werden überzeugter und mit Gott und der Kirche verbundener sein. Überlegen müssen wir uns etwas für die vielen treuen Kirchgänger, die als „Risiko-Gruppe“ eingestuft werden und am längsten nicht werden in die Kirche kommen dürfen oder wollen.
Es bleibt viel zu tun, aber es lohnt auch ungemein.
Soweit die Zeilen vom 13. April. In der „Nachlese“ spüre ich immer noch die geistliche Freude, die bei aller Belastung aus dieser Zeit erwachsen ist. Seit Anfang Mai darf ich wieder mit – wenn auch reduzierter – Gemeinde feiern. Der Newsletter besteht bis heute, mit immer noch 435 treuen Bezieherinnen und Beziehern. Ein „Schriftapostolat“ in meiner Gemeinde, das nicht wenig fordert, aber doch auch viel Gutes tut.
Auch unsere Veranstaltungen als Priesterwerk wurden weitgehend von Corona „geschluckt“. Umso wichtiger sind uns unsere „Mitteilungen“. Bleiben wir verbunden.

Pfarrer Holger Kruschina

Deutsch-tschechischer Gottesdienst beim Festival „Meeting Brno“

Die Mitfeiernden des deutsch-tschechischen Gottesdienstes Foto: Karel Pažourek

Zum Brünner Festival „Meeting Brno“ gehört seit Beginn auch ein deutsch-tschechischer Gottesdienst. Hierzu lädt die Ackermann-Gemeinde als Kooperationspartner mit ein. Erstmals fand dieser in der Kirche der Seligen Schwester Restituta Kafka im Stadtteil Lesna statt. Das Gotteshaus, welches in diesem Jahr fertiggestellt wurde, war erst am Vortag gesegnet worden. Als eine gute Fügung sah es Pfarrer Pavel Hověz an, dass die Segnung und der Versöhnungsmarsch am Samstag sowie der Festivalgottesdienst am Sonntag zeitlich zusammenfielen. Neben Pfarrer Hověz als Hauptzelebrant standen Msgr. Anton Otte, Repräsentant der Ackermann-Gemeinde in Prag, sowie Pfarrer Klaus Oehrlein, Geistlicher Beirat der Ackermann-Gemeinde Würzburg, mit am Altar. Die musikalische Gestaltung übernahmen die Musikgruppe und der Chor der Pfarrei.
Die Messe nahm mit dem Psalm 27 auf das Festivalmotto „Tritt hervor“ Bezug. In diesem heißt es: „Der Herr ist mein Licht und mein Heil: Vor wem sollte ich mich fürchten?“ Darin wird deutlich, dass das Leben in der Gemeinschaft mit Gott Gläubigen Zuversicht und Kraft für Zeugnisse der Nächstenliebe gibt. Denn wenn Menschen bedroht und verfolgt werden oder wenn sie unter Unrecht leiden, sind Christen in besonderer Weise herausgefordert.
Tschechische und deutsche Christen haben sich im 20. Jahrhundert der Not der Bedrängten angenommen und Mut in schweren Zeiten bewiesen. Mit der seligen Schwester Restituta Kafka, Přemysl Pitter, P. Dr. Paulus Sladek und Kardinal Dr. Josef Beran wurden vier mutige Christen dieser Zeit mit ihrem Wirken und Glaubenszeugnis vorgestellt. „Alle vier sind auf ihre Weise eine Verkörperung des Festivalmottos „Tritt hervor“. Ja, sie sind „ausgestiegen“, sie sind aufgestanden und buchstäblich „aus der Reihe getanzt“, schlug Pfarrer Oehrlein zu Beginn seiner Predigt den Bogen. Zunächst ging er auf Restituta Kafka ein, der als Selige die neue Kirche geweiht ist. Die Ordensfrau bekam den Spitznamen „Sr. Resoluta“, führte der Prediger aus, weil sie es ablehnte, „arische“ Patienten gegenüber den damals sogenannten „fremd-rassigen“ zu bevorzugen. „Vielmehr schenkte sie liebevolle Zuwendung jedem Menschen ohne Unterschied - nach dem Vorbild des gekreuzigten und auferweckten Jesus Christus.“ Diese Haltung und die Weigerung, die Kreuze in den Krankenzimmern abzuhängen, wurden ihr zum Verhängnis. Kardinal Josef Beran, der Opfer des Nationalsozialismus und Kommunismus war, habe, so Oehrlein, „den Missbrauch der Macht der Mächtigen“ angeprangert. „Sein Leben durchzieht der Kampf gegen das Absolut-Setzen einer Person oder eines Systems“. Das Lebensbeispiel Berans stelle für ihn die Frage nach „dem wahrhaft Absoluten“ und will so „die Frage nach Gott in unsrer Zeit, in unsrem Leben wach halten.“ Beran mahne, auch heute wachsam zu bleiben und aufzustehen gegen staatliche Willkür - nicht nur in Diktaturen, sondern auch gegen ungerechte Polizeigewalt oder gegen Korruption in der Wirtschaft und in der Politik.
Weiter lenkte der Geistliche den Blick auf den tschechischen, evangelischen Christen Přemysl Pitter. Dieser setzte sich im Prag der Zwischenkriegszeit für verarmte Kinder ein. Aus diesen Erfahrungen entsprang nach Ende des Zweiten Weltkriegs sein rettender Einsatz für die elternlosen jüdischen Kinder der befreiten Konzentrationslager und der Kinder der Sudetendeutschen in den Internierungslagern vor der Vertreibung. Für Oehrlein ist Pitters Zeugnis Mahung dafür, „die Schwachen und die unter der Last des Lebens Bedrückten“ im eigenen Umfeld wahrzunehmen und sich für diese zu engagieren. Der Augustinerpater Paulus Sladek widmete sich nach der Vertreibung seinen sudetendeutschen Landsleuten. Oehrlein erinnerte an dessen Ausspruch: „Not ist Anruf Gottes!“. Als Vertriebenenseelsorger und Mitbegründer der Ackermann-Gemeinde ging es ihm neben der humanitären Hilfe um die religiöse Beheimatung. 1946 formulierte er ein „Sühne- und Gelöbnisgebet“. Aus diesem zitierte er „Gedanken der Rache und der Vergeltung sollen nicht Macht gewinnen über unsere Herzen.“ Im Namen der Vertriebenen habe er vielmehr um Vergebung gebeten von allem Unrecht, dass dem tschechischen Volk angetan wurde. Oehrlein betonte: „Seine Überzeugung war: nur ein beiderseitiges Bekenntnis der eigenen Schuld und eine beiderseitige Bitte um Vergebung könnten beide Völker freimachen von dem Bösen, das sie beide belastet - für versöhnte und friedliche Nachbarschaft.“
„Restituta Kafka, Josef Beran, Přemysl Pitter und Paulus Sladek. Diese vier ganz unterschiedlichen Menschen vereint ihr christlicher Glaube, ihr Leben in der Gemeinschaft mit Gott und den Gläubigen. Dieser Glaube schenkte ihnen die Wachsamkeit zu einem kritischen Hinterfragen des damaligen Mainstreams, was „man“, was viele für gut, für richtig, für opportun hielten. Und auf unterschiedlichen Wegen schöpften sie daraus dann einen geradezu übermenschlichen Mut, eine zupackende Zivilcourage in schweren Zeiten, um bewusst gegen diesen Mainstream ihrer Zeit zu schwimmen, hervorzutreten, aus der Reihe zu tanzen durch Zeugnisse der Nächstenliebe,“ fasste Oehrlein zusammen. Ihr Beispiel sei ein Weckruf für uns Christen heute und er schloss die Predigt mit dem Aufruf: „Ja, fürchte Dich nicht, mit Deinem Verhalten vielleicht aus der Reihe zu tanzen. Tritt hervor als Christ!“
Auch in den anschließenden Fürbitten wurde auf die vier Personen Bezug genommen. Kinder brachten hierzu Fotos von ihnen nach vorne und stellten sie vor dem Altar ab. Am Ende des Gottesdienstes ergriffen noch Peter Barton, Leiter des Sudetendeutschen Büros, und David Macek, stellvertretender Direktor von „Meeting Brno“, das Wort. Barton betonte, Schwester Restituta sei „nicht nur eine historische Persönlichkeit, sondern sie möchte uns auch etwas sehr Aktuelles sagen“. Dies bedeute vor allem, angesichts der Herausforderungen der Gegenwart nicht zu schweigen. Macek dankte im Namen von „Meeting Brno“ der Ackermann-Gemeinde für die Vorbereitung des Gottesdienstes und die Mitwirkung am Festival. Er brachte zudem seine Freude über die enge Kooperation mit der Pfarrei in Brünn-Lesna zum Ausdruck.
Zum Abschluss ging Pfarrer Oehrlein auf das Wandernagelkreuz aus dem englischen Coventry ein. Der Würzburger Ackermann-Gemeinde wurde dieses Symbol für Versöhnung für ein Jahr anvertraut. Es geht zurück auf ein zusammengesetztes Kreuz aus Zimmermannsnägeln, welche nach der Zerstörung der dortigen Kathedrale durch deutsche Bomben im November 1940 aus den Ruinen geborgen wurden. Es trägt seither die Idee der völkerweiten Versöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg in die Welt hinaus. Gemeinsam wurde zum Abschluss das Versöhnungsgebet von Coventry gebetet.

Ackermann-Gemeinde

Schwester Marie Restituta - die Geschichte einer modernen Heiligen

Laut vielen populären Bildungssendungen, die in den meisten Fernsehprogrammen, in Schulbüchern und in Geschichtsbüchern übertragen werden, könnte man sagen, dass die Heiligen nicht in die gegenwärtigen Zeiten gehören. Doch ist die moderne Zeit voll mit Beispielen von Männern und Frauen, die Christus folgten und damit öffentlich zeigten, dass die Kirche stets den Sieg vom auferstandenem Jesus Christus trotz der Ungunst der selbsternannten Erlöser der Welt und ihrer pseudowissenschaftlichen Ideologien, verkündigt. Wahrscheinlich war Gott in der Geschichte, mittels seiner Heiligen, dem Menschen noch nie so nah, wie im 20. Jahrhundert, in der Zeit von Massenmedien und Möglichkeiten, einfach zu verreisen. Die Heiligen, Johannes Paul ll. und Mutter Teresa, sind durch ihr weltweites Wirken bekannt und viele unserer Zeitgenossen konnten sich sogar persönlich mit ihnen treffen.

Kindheit, Familie und die Entscheidung für das Ordensleben

Schwester Marie Restituta, bürgerlicher Name Helena Kafka, reißt komplett unsere Vorstellungen vom Leben, vom Auftreten und vom Aussehen einer Heiligen ein, wenn wir uns mit Stereotypen zufriedengeben, was sich die Menschen im Zusammenhang mit Heiligen gewöhnlich vorstellen. Trotzdem verbindet Marie Restituta das wesentlich mit allen Heiligen, auch historisch weit entfernten: Das heldenhafte Leben, das aus dem Glauben entspringt. Der Glaube der Heiligen ist auch eine Gabe, über welche sich die Kirche immer freut. Das Annehmen der Glaubensgabe ist für jeden Menschen eine freie Entscheidung. Tiefer Glaube führt zur Erkenntnis des Geheimnisses des Kreuzes Christi und zur Bereitschaft, dem Lebensweg Christi bis zur Auferstehung zu folgen. Helena Kafka entschied sich mit 19 Jahren als Krankenschwester allen Bedürftigen zu dienen und die Kraft zu diesem Dienst aus dem geistlichen Leben der Kongregation “Franziskanerinnen von der christlichen Liebe“, denen sie in Wien beitrat, zu schöpfen. Sie war jedoch noch nicht volljährig und ihre Eltern wollten dazu nicht ihre Einwilligung geben. Damit Helena ihre Absicht erreichen konnte, überlegte sie, von zu Hause auszureißen. Letztendlich stimmten ihre Eltern zu, auch wenn sie sich im Inneren mit der Wahl ihrer Tochter nicht zufriedengeben wollten.
Das Leben des Glaubens begann bei Restituta schon in der Kindheit. Sie wurde am 1. Mai 1894 in Hussowitz bei Brünn geboren. Helena kam als sechstes Kind auf die Welt und bekam noch eine kleine Schwester. Sie wurde am 13. Mai in der Kirche Mariä Himmelfahrt in Brünn - Zábrdovice getauft, in der Pfarrgemeinde, die nach der Aufhebung des Prämonstratenserklosters während der Josephinischen Reformen entstand. Ihr Vater kam aus Mähren und ihre Mutter aus Böhmen, doch fand ihre Hochzeit im November 1887 in der Pfarrei Hl. Leopold in Wien statt. Die Familie Kafka blieb nicht lange in Brünn und zog wieder nach Wien zurück, wo sie sich im Stadtviertel Brigittenau niederließen. Dort ging Helena zur Schule. Sie wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf. Ihr Vater war Schuhmacher - genauso wie der Vater von einem anderen, bedeutungsvollen mährischen Landeskind, Theologe Kardinal Tomáš Špidlík (1919-2010) aus Boskowitz. Das praktische Leben des Glaubens in der Familie stellte die regelmäßige Teilnahme an Sonntagsgottesdiensten und den Empfang der Sakramente dar. In der Pfarrei Hl. Brigitte empfing Helena die Erstkommunion und im Jahre 1911 die Firmung. Nach der Schule arbeitete sie kurz als Dienstmädchen und danach zwei Jahre in einem Tabakwarenladen bis 1913. Daraufhin entschied sie sich, als Hilfskrankenschwester im städtischen Krankenhaus in Wien-Lainz zu arbeiten. Dort traf sie auf die Franziskanerinnen, die früher als ,,Hartmannschwestern“ bezeichnet wurden, weil sich ihr Sitz in der Hartmannstraße befand. Der Wunsch, Kranken zu helfen, die Motivation, das Leben Gott hingegeben zu leben, und nicht zuletzt die Möglichkeit, eine medizinische Ausbildung zu erhalten, beeinflussten die Entscheidung von Helena Kafka, eine Ordensschwester zu werden.
Bevor Helena in die Kommunität eintreten konnte, lebte sie ein Jahr als Aspirantin im Krankenhaus in Lainz. Ihr Noviziat fing am 23. Oktober 1915 an und sie nahm den Namen Marie Restituta an, nach der Märtyrerin aus dem 4. Jahrhundert, welcher ,,Erneuerte“ bedeutet. Genau ein Jahr später legte sie ihre ersten Gelübde ab. Aus dem Noviziat nahm sie die Regeln des spirituellen Lebens mit, welche sie dann treu befolgte. Dazu gehörte die Bedeutung der Sakramente, das Gebet vor dem Tabernakel, die Verehrung der Mutter Gottes und das Gebet des Rosenkranzes.  Insbesondere die tiefe Liebe zur Schmerzhaften Muttergottes äußerte sie sich im täglichen Gebet des Rosenkranzes zu den sieben Schmerzen der Mutter Maria. In ihrer Zelle hatte sie eine kleine Statue der Mutter Gottes, an die sie sich in schwierigen Momenten ihres Lebens mit Zuversicht wandte. Am 8. 06. 1923 legte sie ihre ewigen Gelübde ab.

Krankenschwester - mit aller Kraft

Als Schwester Restituta trat sie ihre erste Stelle in der chirurgischen Abteilung im niederösterreichischem Neunkirchen an, von wo sie nach einigen Monaten nach Lainz zurückkam. Sie war ihrem Beruf, den Leuten zu helfen, völlig ergeben, und sie bildete sich weiter. Wegen ihrer energischen Einstellung, ihre Entschlossenheit, ihrer Gewissenhaftigkeit und schnellen Erledigung der Aufgaben gewann sie nicht nur Zutrauen, sondern auch einen Spitznamen „Resoluta.“ Deshalb wurde sie 1919 in ein Krankenhaus nach Mödling geschickt, wo der Oberarzt schlecht mit den Krankenschwestern auskam und keine von ihnen es lange aushalten konnte. Er war zu ihnen grob und Schwester Restituta wurde wegen ihrer Standestigkeit, ihre direkte Handlung, die Fähigkeit sich durchzusetzen und Autorität zu gewinnen und auch wegen ihrer Fachkenntnisse im Operationssaal von den Vorgesetzten für diese Aufgabe ausgewählt. Allmählich gelang es ihr, die Spannungen abzubauen und im Krankenhaus herrschten dann unter Ärzten, Krankenschwestern und dem übrigen Personal schöne Beziehungen.
Auch in der Schwesterngemeinschaft passte Schwester Restituta nicht in den üblichen Rahmen einer scheuen, stillen und unauffälligen Ordensschwester hinein. Deswegen hatten einige für ihre Eigenschaften kein Verständnis. Restituta war fröhlich, offen und scherzte sehr gerne, was viele Menschen im Fall des Verhaltens einer Ordensschwester für ungehörig und oberflächlich hielten. Doch schätzten alle ihre freundliche und liebevolle Beziehung nicht nur zu den Patienten, sondern auch zu ihren Mitschwestern hoch. Sie widmete sich intensiv der Gottesdienstvorbereitung, leitete den Chor, spielte Harmonium und ihre aktive Einstellung und Organisationsfähigkeiten spiegelten sich auch in den Vorbereitungen von Feiertagen. Schwester Marie Restituta erfüllte auch in anderer Hinsicht die Vorstellungen einer Ordensschwester nicht. Sie war klein, korpulent, und mochte Gulasch und Bier, womit sie sich gerne nach anstrengenden Diensten im Madera Gasthof in der Nähe des Krankenhauses erfrischte, nachdem sie im Nebenraum Ihr Brevier gebetet hatte.

Auf dem Weg des Kreuzes

Der Aufstieg des Nationalsozialismus in Österreich spiegelte sich nicht nur im öffentlichen Leben und in den Möglichkeiten des Wirkens der Kirche wider, sondern auch im Alltag im Krankenhaus in Mödling. Einige Ärzte und einige Mitarbeiter schlossen sich dem Nationalsozialismus an. Die Spannungen nahmen zu und es kam bald zu Konflikten. Schwester Restituta brachte ihre Meinung zur herrschenden Ideologie klar zum Ausdruck und sprach oft offen in Fragen des Glaubens und der neuen Verhältnisse. Der Assistenzarzt Dr. Stumfohl, ein Nazi und Arzt der SS, verhinderte, dass Priester zu den Kranken gerufen wurden, um ihnen die Sakramente zu spenden. Er fühlte sich von der Autorität von Schwester Restituta im Operationssaal zurückgesetzt und gedemütigt. Er beobachtete immer die Schwestern, hatte seine Informanten überall, was eine Atmosphäre des Misstrauens und der Angst erzeugte. Restituta, die eine natürliche Sprecherin der Krankenschwestern war, geriet häufig in Konflikte mit Dr. Stumfohl wegen ihrer Einstellung zum Glauben, als sie die Seelsorge für die Patienten durchsetzen wollte. Die Nationalsozialisten ließen die Kreuze aus den Schulen in Österreich entfernen. Als 1940 eine neue Abteilung im Krankenhaus eingerichtet wurde, war es natürlich nicht gestattet, Kreuze in den Krankenzimmern anzubringen. Schwester Restituta machte es selbst und auf die Reaktion musste man nicht lange warten. Die Kreuze müssen von den Wänden entfernt werden. Als alle anderen stillschwiegen, ließ sich Restituta laut hören. Nach der Entbindung der Frau eines Oberarztes kam ein SS-Mann zu Besuch ins Krankenhaus. Die Kreuze weckten seine Aufmerksamkeit und er entschied, die Kreuze sofort zu entfernen, aber die Schwestern zauderten. Auf Initiative von Dr. Stumfohl nahmen sie Restituta fest, um sie loszuwerden.
Totalitäre Regime streben die Kontrolle über die ganze Gesellschaft an. Deshalb stellt auch eine mutige Frau, die sich der Willkür stellen kann, die dank der Kraft ihres Glaubens fest in ihrem Entschluss steht, eine Gefahr für sie dar. Sie versuchen alle, die die Beispiele der freien Entscheidung und Handelns nach eigenem Gewissen folgen möchten, mit abschreckenden Strafen und Terror einzuschüchtern. Um Schwester Restituta verurteilen zu können, musste der Eindruck erweckt werden, dass es legal ist und diese Legitimität die Berechtigung der neuen Ordnung unterstützt. Schlagartig ist der Beweis da. Angeblich lieh ihr ein Soldat ein „Antikriegsgedicht“ aus, das sie weiter vervielfältigte. Als sie den Text dieses „antistaatlichen“ Gedichts ihrer Mitschwester diktierte, ließ sie unvorsichtigerweise die Tür halb geöffnet, was den Ohren und Augen von Zuträgern, die überall waren, nicht entging. Die Verhaftung kam zwei Monate später. Am 18. Februar 1942, einem Aschermittwoch, kam die Gestapo und Schwester Restituta wurde direkt aus dem Operationssaal abgeführt. Auf dringenden Wunsch des Arztes durfte sie die Assistenz bei der Operation fertigmachen. Das scheinbar allmächtige Dritte Reich verlor jedoch seinen Kampf mit der Schwester, als Restituta aus dem Gefängnis an ihre Schwester Anna schrieb: „Erst in solchen Lebenssituationen verstehen wir richtig den Wert unseres heiligen Glaubens. Egal, wie weit wir von allen entfernt sind, und selbst wenn sie uns alles wegnehmen, kann uns der Glaube, den wir in unseren Herzen tragen, nicht genommen werden. “ Bis zur Gerichtsverhandlung hoffte sie, dass sie aus dem Gefängnis entlassen werden würde und sie sich der Arbeit mit Kranken, die sie sehr mochte, widmen könnte.

Ihren Gelübden und Christus treu

Auch im Gefängnis zeigte sich ihre unaufhörliche Bereitschaft den anderen zu helfen. So blieb sie auch in der Erinnerung von ihren Mithäftlingen, die häufig Zeugnis ablegten. Das wenige, was sie im Gefängnis bekam, teilte sie gerne mit anderen ohne die Zugehörigkeit oder Überzeugung zu unterscheiden. Auf die Demütigung, die Provokation und die Grobheit der Situation reagierte sie: "Es wird wieder gut, alles wird gut, das Böse kann nicht gewinnen." Zum Prozess, der am 29.10.1942 stattfand, ging sie mit der Entscheidung, die Personen, von denen sie das Gedicht bekommen hatte, und den Soldaten, der Familienvater war, nicht zu verraten. Sie wurde wegen Hochverrats angeklagt. Nur solche lächerlichen Behauptungen über die Verbreitung der antistaatlichen Flugblätter und des Gedichts reichten aus, um die Anschuldigungen wegen Hochverrats zu beweisen und ein Todesurteil zu fällen. Angeblich zum Schutz des deutschen Volkes. Die Botschaft war klar. Auf diese Weise geben die totalitäre Macht und ihre Vertreter nachdrücklich zu verstehen, sie ernst zu nehmen. Jeder, der mal in seinem Leben einem verbrecherischen Regime begegnet ist, weiß, dass das Böse nicht ertragen kann, wenn sich Menschen darüber lustig machen und keine Angst haben.
Alle Versuche, das Todesurteil aufzuheben, waren erfolglos. Daran hatte Martin Bormann besonders Interesse. Er befürchtete jedoch, dass die Herausgabe des Leichnams der hingerichteten Schwester Restituta den Hinterbliebenen, d. h. den Franziskanerinnen, einer unerwünschten Propaganda und zur Verehrung der zum Tod verurteilten Märtyrerin dient. Am Abend des 30. März 1943 wurde am Landgericht in Wien Schwester Restituta enthauptet. Laut Augenzeugen lauteten die letzten Worte von Schwester Marie Restituta: "Für Christus habe ich gelebt, für Christus möchte ich sterben!"
Marie Restituta war auf den Tod vorbereitet. In der Todeszelle erneuerte sie ihre Gelübde. Der Priester, der am Tag ihrer Hinrichtung am Landgericht Dienst hatte, erinnerte sich an sein letztes Treffen mit Restituta, als er im Flur stand, als die verurteilten Frauen zur Hinrichtung geführt wurden. Als sie ihn sah, bat sie ihn, ein Kreuz auf ihre Stirn zu machen. In den Abschiedsbriefen nach der Verurteilung bat sie alle um Vergebung für das Leiden, das sie ihnen durch ihre Überzeugung bereitet hatte, dankte den Schwestern für all ihre Aufmerksamkeit und Liebe, vergab allen, die sie verletzt hatten, einschließlich des Arztes, und bat die Schwestern, niemanden anzuschuldigen und von Herzen zu vergeben. Sie versichert sie, dass sie bis zum Tod ihre Mitschwester bleiben wird.
Schwester Restituta hat ihr ganzes Leben lang ihre Versprechen gehalten, sowie auch nach dem Tod, wie ihre Mitgefangene Josefina Zimmerlová bezeugte. Eines Tages in der Todeszelle sagte Schwester Restituta zu ihr: „Das erste, was ich tue, wenn ich in Gnade vor Gott erscheine, ist, ich werde ihn bitten, die alte Zimmerlová freizulassen.“ Am Vormittag des 1. April 1943 öffnete sich plötzlich unsere Zelle, der Inspektor kam herein und erklärte: „Zimmerlová, es freut mich Ihnen zu sagen: Sie sind frei.“
Der hl. Johannes Paul ll., während dessen Pontifikat die Reihen der Heiligen, die von der katholischen Kirche zu Ehren der Altäre offiziell erhoben wurden, sprach Schwester Helena Restituta Kafka am 21. Juni 1988 auf dem Heldenplatz in Wien selig. In der Stadt Brünn benannten sie nach ihr einen Park, der sich in ihrer Heimatstadt Hussowitz befindet, in Mödling wurde nach ihr eine Straße benannt. In Brünn- Lesná, das heute zum selben Stadtviertel wie Hussowitz gehört, wurde 2004 das „P. Martin Středa und Sel. Maria Restituta Gestliches Zentrum“ gesegnet. Daneben wurde die erste Kirche in der Tschechischen Republik gebaut, die Schwester Maria Restituta gewidmet wurde. Ihre Segnung fand am 12. September 2020 statt.
Es scheint, dass die Lebensgeschichte einer nonkonformistischen Heiligen mit der offiziellen Anerkennung und Verbreitung ihres Gedächtnisses endet. Schwester Maria Restituta kann jedoch nicht in die Kriterien der Gegenwart hineingezwängt werden. Neben dem Beispiel des Glaubens, des Mutes und der Beharrlichkeit ist es das Beispiel einer Frau, die nicht nur tapfer der kriminellen Macht ausgesetzt war, sondern auch einer Frau, die die Liebe Christi durch opferwilligen Dienst für die anderen in unsere Welt bringen konnte. Die Barmherzigkeit Gottes konnte daher vielen durch das Gesicht dieser Frau gezeigt werden, so dass sie mit Vertrauen Sein freundliches Gesicht erwarten können, wenn sie dem Allmächtigen zu einer Zeit begegnen, in der sogar unsere Taten und unser ganzes Leben auf der Waage höchster Gerechtigkeit gemessen werden.

Tomáš Drobný
Übersetzung: Kamila Novotná