Pater Karl Hartl MAfr

Karl Hartl wurde am 23. Dezember 1932 in Komotau/Leitmeritz geboren. Seine Schulausbildung begann er in seiner Heimat und beendete sie 1952 mit dem Abitur in Fritzlar in Westdeutschland. Während seiner Schulzeit hatte er entschieden, Missionar zu werden und er endschied sich für die Weißen Väter.
Er studierte in Trier Philosophie, 1954 ging er ins Noviziat nach s‘Heerenberg, studierte dort ein Semester Theologie und setzte das Studium in Montiviot in Kanada fort. Dort legte er auch am 20. Juli 1958 den Missionseid ab und im selben Jahr wurde er in München von Erzbischof Kiwanuka zum Priester geweiht.
Er wurde nach Uganda gesandt und das Land wurde für die nächsten 51 Jahre seine Heimat. Fünf Jahre arbeitete er in der Seelsorge in verschiedenen Pfarreien. Von 1964 bis 1967 gehörte er zu dem Team, das in den Pfarreien die Christen auf die Heiligsprechung der Märtyrer von Uganda vorbereitet hat. Von 1967 bis 1973 war er Ökonom im neugegründeten Seminar der Diözese Hoima.
Karl Hartl war Missionar, die Seelsorge, die Begleitung der Katechisten sowie die Bildung in allen Schulformen zeugen von seinem ganzheitlichen Ansatz. Dabei schloss er die gesellschaftspolitische Realität nicht aus. Dafür steht das Kolpingwerk, das er mit Hilfe des Kolpingwerks der Pfarrei in Köln-Vogelsang in Uganda gegründet hat. Er wollte so den handwerklichen Berufen Orientierung geben.
2011 kam Karl Hartl nach Deutschland zurück und schloss sich der Münchener Gemeinschaft an. In der Stadtpfarrei „St. Peter“ verbrachte er täglich Stunden im Beichtstuhl. Aus gesundheitlichen Gründen schied er aus dem Seelsorgedienst aus und zog zunächst in die Gemeinschaft in Hechingen. 2023 fand er seinen Platz in der Gemeinschaft in Trier.
Ruhig, gelassen und still, wie es seine Art war, ist er dort am 22. April 2026 verstorben.