Pfarrer i.R. Klaus-Peter Jung
Am 14. April 2026 verstarb Pfarrer i.R. Klaus-Peter Jung im 85. Lebensjahr
Klaus-Peter Jung wurde am 14. Juni 1941 in Mährisch Schönberg geboren. Nach dem Abitur 1961 an der Rabanus-Maurus-Schule in Fulda studierte er Philosophie und Theologie in Königstein/Taunus, Innsbruck und Fulda. Im Fuldaer Dom wurde er am 7. Mai 1966 durch Bischof Adolf Bolte zum Diakon und am 18. März 1967 zum Priester geweiht.
Seinen Dienst begann er als Kaplan in Gelnhausen, wo er im April 1967 Dekanatsjugendseelsorger wurde. Weitere Kaplanstellen folgten in Stadtallendorf und Rasdorf, bis er 1976 die Pfarrei Eiterfeld-Ufhausen übernahm. An seinen Wirkungsorten war ihm eine lebendige Liturgie, die Begleitung von Kindern und Jugendlichen sowie die Nähe zu Familien und Senioren wichtig.
Prägend waren seine Jahre von 1992 bis 2013 in der Pfarrei „Mariä Himmelfahrt“ in Flieden-Rückers. Pfarrer Thomas Maleja schreibt in seinem Nachruf: „Von Beginn an strahlte er bei allen Aufgaben und Herausforderungen eine sehr wohltuende Ruhe und einen tiefen Glauben aus. Pfarrer Jung war Seelsorger mit Leib und Seele. Keiner kannte nach kurzer Zeit der Eingewöhnung die Menschen von Rückers so gut wie er. Seine besondere Aufmerksamkeit galt den alten und kranken Menschen. Krankenbesuche und die Sterbebegleitung waren ihm wichtig. Darüber hinaus setzte er seine ganze Kraft in den Aufbau einer begeisternden Kinder- und Jugendarbeit. In der Zeit seines Wirkens entwickelte sich ein äußerst aktives kirchliches Gemeindeleben. Unvergessen sind auch die Pilgerreisen, die er organisierte und begleitete sowie viele Baumaßnahmen, die er initiierte. Klaus-Peter Jung stellte sein ganzes Priesterleben unter seinen Leitspruch: „Aus den Menschen für die Menschen“.
Er übernahm auch über die Pfarrgrenzen hinaus Verantwortung. Von 2002 bis zur Dekanatsneuordnung 2007 war er Dechant des Dekanates Neuhof. Im November 2006 wurde er Moderator des Pastoralverbundes „Christus, der Erlöser“ in Flieden-Hauswurz. Für seine Verdienste als Gemeindepfarrer, Dechant und Notfallseelsorger verlieh ihm Bischof Heinz Josef Algermissen am 22. Dezember 2009 den Titel „Geistlicher Rat ad honores“.
Nach seinem Ruhestand im August 2013 blieb Klaus-Peter Jung seelsorglich aktiv. Bis 2024 unterstützte er die Seelsorge im Pastoralverbund „St. Michael“ Hohe Rhön, insbesondere in Tann-Lahrbach, und stand als Zelebrant und Gesprächspartner zur Verfügung. Er engagierte sich als Begleiter für Priester im Ruhestand und blieb ein wichtiger Ansprechpartner für viele Weggefährten. Ab Herbst 2025 lebte er im Hedwigsstift und begleitete das kirchliche Leben trotz nachlassender Kräfte mit Gebet und wachem Interesse.