Pfarrer i.R. Monsignore Horst Grimm

Am 20. Juni 2026 verstarb Msgr. Horst Grimm im 86. Lebensjahr

Horst Grimm wurde 1940, in Bergstatt/Platten im Böhmischen Erzgebirge geboren. Nach Flucht und Vertreibung wurden Mutter und Sohn 1946 in Kellmünz, Landkreis Neu-Ulm sesshaft. Sein Vater war bereits 1941 im Krieg gefallen. In Kellmünz besuchte er die Volksschule und erlernte im Anschluss den Beruf des Handschuhmachers. In dieser Zeit wuchs in ihm der Wunsch, Priester zu werden. Ab 1961 besuchte er daher das Abendgymnasium in Neuss und holte so sein Abitur nach.
1965 trat er schließlich ins Dillinger Priesterseminar ein und studierte Theologie und Philosophie an der dortigen Hochschule. Fünf Jahre später erhielt er durch Bischof Dr. Josef Stimpfle das Sakrament der Priesterweihe und wurde Kaplan in der Augsburger Pfarrei St. Elisabeth. 1971 wurde ihm die Kaplanstelle in Oberstaufen anvertraut. Im Herbst 1974 beauftragte ihn der Bischof mit der Leitung der Pfarrei in Jettingen, die heute zur Pfarreiengemeinschaft Jettingen-Scheppach gehört. Es sollte seine Lebensaufgabe werden. Jettingen bekam in dieser Zeit ein Pfarrzentrum sowie ein neues Pfarrhaus, viele Kapellen und Bildstöcke wurden renoviert. Mit unterschiedlichen Gruppen unternahm er regelmäßige Wallfahrten; reiste unter anderem siebenmal ins Heilige Land.
Insgesamt 36 Jahre lang betreute er die Katholiken in Jettingen und Schönenberg, bis er im Jahr 2010 emeritiert wurde. Zwischenzeitlich übte er auch das Amt des Dekans des Dekanats Günzburg aus und war Regionaldekan von Neu-Ulm. Seit 1979 trug er den Titel eines Bischöflich Geistlichen Rates. 2006 erhob ihn der damalige Papst Benedikt XVI. zum päpstlichen Ehrenkaplan.
Im Ruhestand kehrte er in seine Heimatgemeinde Kellmünz zurück, der er über all die Jahre hinweg eng verbunden geblieben war. 2022 stiftete er der dortigen Kirche sogar einen neuen Altar. 13 weitere Jahre brachte er sich dort in die Seelsorge ein, bis ihm gesundheitliche Beschwerden schwer zu schaffen machten. Bald war er auf einen Rollstuhl angewiesen. In dieser Phase war er besonders dankbar für die Unterstützung durch seine langjährige Pfarrhausfrau Elisabeth Weigl.
Am 20. Juni ist er schließlich im Alter von 85 Jahren im Krankenhaus von Weißenhorn verstorben. Für ihn möge sich nun das Wort Jesu erfüllen, das die Kirche tags darauf in der Liturgie des 12. Sonntages im Jahreskreis verkündete: „Jeder, der sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen.“ (Mt 10, 32)