Christliche Rache – Krestanská pomsta

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Im Jahr 2016 startete das Institut für das Studium totalitärer Regime (Ústav pro studium totalitních rezimu/USTR) mit Sitz in Prag in Zusammenarbeit mit der Ackermann-Gemeinde ein Projekt. Es sollten in den Archiven beider Institutionen die Hilfen der Ackermann-Gemeinde und ihres Sozialwerks für die verfolgte Kirche in der Tschechoslowakei untersuchte werden. Zugleich sollte die Frage geklärt werden, was die tschechoslowakische Staatssicherheit von diesen Aktivitäten wusste.
Entstanden ist eine Studie, die in einer zweisprachigen Publikation tschechisch und deutsch veröffentlicht wurde. Das Büchlein enthält zudem ein Interview mit Franz Olbert. Er war, wie sein Vorgänger als Generalsekretär der Ackermann-Gemeinde, Adolf Kunzmann, über Jahrzehnte Organisator dieser Hilfen. Er schildert die Entstehungsgeschichte der Hilfsaktion, die Probleme und Gefährdungen, die damit verbunden waren und die verworrenen Wege, die die Hilfen bisweilen gegangen sind oder gehen mussten.
„Christliche Rache“ – der Buchtitel soll aufmerksam machen. Das Zitat von Prof. Dr. Oto Mádr ist ein Paradox. Mit diesem Begriff wollte der große tschechische Theologe das Besondere der geleisteten Hilfen deutlich machen: Menschen, die Unrecht erlitten hatten, übten keine Rache an den Angehörigen des Volkes, das dieses Unrecht begangen hatte, sondern taten aus ihrem Glauben heraus das Gegenteil und leisteten Hilfe.

Christliche Rache – Krestanská pomsta – Hilfe sudetendeutscher Christen für die katholische Kirche in der kommunistischen Tschechoslowakei, Hrsg.: Ústav pro studium totalitních rezimu, Praha
und Ackermann-Gemeinde e. V., München 2020,
136 S. 33 Abb. ISBN 978-3-924019-16-7, € 7,50 incl. Versand.
Erhältlich bei der Ackermann-Gemeinde, Tel. 089/2729420, e-mail: info@ackermann-gemeinde.de